Exhibition
Janusz Beck
Janusz Beck

02. – 05.06.2022

Geöffnet:

Do. 16 – 21 Uhr
Fr. – So. 11 – 18 Uhr

Diese Berge und Wälder sind umrankt von deutscher Geschichte und
germanischen Mythen: Der Sage nach lebten hier Einhörner und trafen sich
Hexen zum Tanz. Hier residierten Kaiser und rebellierte die
Bauernschaft. Die scheinbar ursprünglichen Wälder und Berge waren
Sehnsuchtsorte der deutschen Romantik. Doch Ortsnamen wie Elend und
Sorge zeugen bis heute von der Ausbeutung von Mensch und Umwelt. Im
Nationalsozialismus wurden Höhlen und Wälder als Konzentrationslager
genutzt.
Nach dem Krieg durchzog die innerdeutsche Grenze die Berge, aktuell
zerstört der Klimawandel den Waldbestand großflächig. Die bewaldeten
Berge gaben dem Mittelgebirge einst ihren Namen: Hart. Daraus wurde im
Laufe der Zeit der heutige Name der Region: Harz. Die Serie Hart
beschäftigt sich mit einem weit gefassten Landschaftsbegriff, der
soziokulturelle, ökonomische und ökologische Kontexte sowie die
vielfältige Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt in der Landschaft
mit einschließt. Die Kombination von dokumentarischen Fotografien mit
gesammelten Pflanzen und Objekten stellt ein Archiv dar, dass die
Identität und den Zustand einer Region und einer Gesellschaft
protokolliert und in Frage stellt.

Janusz Beck, geboren 1983, studierte in Hamburg Fotografie bei Vincent
Kohlbecher. In seinen Arbeiten setzt Beck sich mit der Dokumentation von
soziokulturellen, politischen und architektonischen Kontexten im
ländlichen und (sub-)urbanen Raum auseinander. Hierbei lenkt er sein
Augenmerk auf die Erfassung einer spröden, oftmals melancholischen
Schönheit des Profanen und Alltäglichen. Neben einer umfangreiche
Ausstellungstätigkeit werden seine Arbeiten in diversen Publikationen
veröffentlicht.
www.januszbeck.com
www.instagram.com/januszbeck

Die Ausstellung findet im Rahmen der TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG
EXPANDED statt.
https://phototriennale.de

Zutritt nach der aktuellen Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des
Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg. Des
Weiteren wird darum gebeten in der Galerie eine Medizinische Maske zu
tragen.