Exhibition
Lena Schmidt
Broken places, Lena Schmidt

03.11.23 – 05.11.23
(english below)

Aufgebrochene Straßen, verfallene Gebäude, zerstörte Stromnetzwerke, eingetaucht in eine düstere Atmosphäre zeitlicher Unbestimmtheit. Die Hamburger Künstlerin Lena Schmidt zeigt in ihrer Serie „Broken Places“ Bilder von Katastrophen, wie sie sich ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben haben. Die Dramatik der immersiven Szenen ergibt sich jedoch nicht aus dem Einblick in menschliche Schicksale, denn die urbanen Ansichten sind menschenleer. Stattdessen generieren die Verlassenheit der zerstörten Zeugnisse menschlichen Lebens und Wohnens sowie die uneindeutige Zeitlichkeit der Szenerien ein beunruhigendes Spannungsmoment: die Spuren eines katastrophalen Ereignisses weisen zeitgleich in eine unheilvolle Zukunft. Inspiriert von dokumentarischen Fotografien aktueller Ereignisse der Zerstörung überführt Lena Schmidt ihre gesammelten Seheindrücke in ihre sowohl skulpturalen wie auch malerischen Holzarbeiten. Dabei verleiht sie den einst technischen Bildzeugnissen eine haptische Sinnlichkeit, die das Gezeigte aktualisiert. In den Spuren der Zerstörung ist die vorangegangene Gewalt weiterhin anwesend und spürbar. Sogar das künstlerische Material, bestehend aus gesammelten Holzstücken, scheint nicht sicher vor der in ihm waltenden Wut verheerender Destruktion, deren Kehrseite jedoch die (künstlerische) Kreation ist. – Dr. Anne Hemkendreis

Broken streets, collapsed buildings, destroyed power networks, immersed in a gloomy atmosphere of temporal indeterminacy. In her work series “Broken Places”, the Hamburg artist Lena Schmidt shows pictures of catastrophes as they have been inscribed in cultural memory. The drama of the immersive scenes, however, does not result from the insight into human fates, because the urban views are deserted. Instead, the abandonment of the destroyed evidence of human lives and dwellings as well as the ambiguous temporality of the scenes generate a disturbing moment of tension: the traces of a catastrophic event point at the same time into a disastrous future. Inspired by documentary photographs of current events of destruction, Lena Schmidt transfers her collected visual impressions into her sculptural and painterly woodwork. In doing so, she transforms the technical images to a haptic sensuality that updates what is shown. In the traces of the destruction, the previous violence is still present and palpable. Even the artistic material, consisting of collected pieces of wood, does not seem safe from the devastating destruction that rages within it, the counterpart of which, however, is (artistic) creation. – Dr. Anne Hemkendreis.

Opening:
03.11.23 19–22h
Exhibition:
04.11–05.11.23 15–18h

www.lenaschmidt.com

Exhibition
Gerland Øye
Gerland Øye – Safe Crash

27.10.2023 – 29.10.2023

In ihrer Ausstellung “Safe Crash” zeigt Gerland Øye Objekte aus Stahl
und Puffreis, aus Elastikgarn und aus Beton.
Sie kombiniert in ihren Skulpturen das Feine mit dem Brachialen und
industriellen Zucker mit dem Blut, das fließen wird.
Die Formen, die sie für ihre Ambivalenzen findet, sind Symbole der
Gewalt und der Anonymität, die man in jedem Shop auf St. Pauli für wenig
Geld kaufen kann:
Nunchakus, Schlagringe und Sturmhauben.
Doch was ist ein Schlagring, der zur einen Hälfte aus Metall und zur
anderen aus Puffreis besteht?
Sicher keine friedliche Absicht, doch mitnichten eine brauchbare Waffe.
Øye entnimmt hier der immateriellen Welt eine totemistische Synthese aus
Exzess und Zivilisation.
Sehr unterhaltsam spielt sie Schutzbedürfnis und Pazifismus
gegeneinander aus und hinterlässt bei ihren BetrachterInnen das seltsame
Gefühl, etwas verstanden zu haben, was einem gleich wieder entgleitet.
Ein Zeichen gesehen zu haben, das keines war.
Mit Sicherheit ist “Safe Crash” ein Angriff: auf unsere Urinstinkte,
unser erlerntes Selbstverständnis und den Affekt.
Auf jeden Fall ist sie ein hochaktueller Beitrag zur pneumatischen Epoche.
Die ausgestellten Arbeiten enstanden in den Jahren 2020-2023.

Vernissage: Freitag 27.10.2023 ab 19 Uhr
Midissage: Samstag 28.10.2023 17 bis 22 Uhr
Finissage: Sonntag 29.10.2023 15 bis 18 Uhr

Exhibition
Simon Stanislawski
SOFTY

Workshop 20.10. / Ausstellung 21. & 22.10.

Pro Nacht transpiriert der Mensch einen halben Liter Schweiß. Kombiniert mit losen Haaren, abgestorbenen Hautschuppen und etwaigen anderen Körperflüssigkeiten wird die Schlafunterlage so zu einer höchst intimen und auch etwas prekären Angelegenheit. Im Falle einer Neuanschaffung greifen jedenfalls nur die wenigsten zu einem gebrauchten Modell; allein in Europa werden jährlich 30 Millionen Matratzen entsorgt – 60 Prozent werden deponiert, der Rest verbrannt.

Die Kollektion SOFTY (Sofas of the Year) ist ein humorvoller und gleichzeitig ernsthafter Ansatz der Wiederverwendung.

Simon Stanislawski sammelt dafür PUR- Schaummatratzen, die im Internet verschenkt werden und entwickele Methoden, diese von ihrer Schweißschicht zu befreien: Mit Handschuhen und Maske entfernt er erst Bezüge, dann rupft und filetiert er die Oberfläche. Dieser für das Material als auch ihn reinigende Prozess, bringt die ursprünglichen Pastelltöne des Schaumstoffs zum Vorschein. Sie inspirierten (in höherer Sättigung) die Farbwahl der Beschichtung. Die Form der Möbel entsteht im Prozess. Das Coating von Couch und Sessel mit einem PU- Lack ist robust, flexibel, und bildet die abschließende, hygienische Deckschicht.

Der Workshop am Freitag läd dazu ein, selbst SOFTYs zu kreieren. Diese werden dann Samstag und Sonntag ausgestellt, und fotografiert.

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I find myself embarked on a creative journey fueled by
spontaneity and influenced by the vibrant cities I inhabit.
As a freelance industrial designer and artist since 2015, I
have had the privilege of collaborating with a diverse range
of individuals and organizations in the arts and culture
sector, innovative start-ups, social work, free economy
labels, and private clients.

My artistic expression is a reflection of influences that
shape my existence. My work encompasses a dynamic
fusion of spontaneity, raw emotions, and a deep appreciation
for the beauty found in the mundane. Through my
designs, I seek to evoke a sense of connection and resonance
with viewers, inviting them to embark on their own
explorations of personal narratives, shared histories, and
the interplay between art and daily life.

Exhibition
Hye-Eun Kim
Talking Spaces Hye-Eun Kim

13.10.23 -15.10.2023

In dieser Soundinstallation wird die Verschmelzung von Klang und visueller Kunst erforscht. In einer ruhigen Umgebung, in der alles still und schlafend ist, werden die Gedanken lebendig und manifestieren sich in sichtbaren Formen und hörbaren Klängen. Die alltägliche Gedanken wird in einer audiovisuelle Erfahrung transformiert. die die Grenzen zwischen Klang und Bild verschwimmen lässt.

Eröffnung; Fr, 13.10.23 19h
Öffnungszeiten: So, 15.10.23 15h-18h

Exhibition
KNOTT HOFF SHOW (Nils Knott & Carl-John Hoffmann)
multitasking III

6 – 8 Oktober

Soundinstallation

zum dritten mal begeben sich nk & cjh auf eine 10tägige
entwicklungsreise zwischen ton und material.
diesmal ins studio 45 in der wendenstr. 45

sie erarbeiten eine raum-klang-installation und
überführen die aufnahmen in eine digitale veröffentlichung.

Eröffnung fr 6.10.2023 ab 19h
Öffnungszeiten:
sa 7.+ so 8.10.2023 15-18h

we moved to knotthoff.show

Exhibition
Johanna von Hörsten
LOOP DE MER

22 -24.09.2023

Kostüm Installation

Eröffnung
Freitag 22.09.2023 19:00

Öffnungszeiten:
23 -24.09.2023 15:00- 18:00

Exhibition
Benoyefeso
exhibition by benoyefeso

04.08.23-06.08.23

„…die Inhalte der Wahrnehmung betrachten, sondern auch den Wahrnehmungsapparat mit einbeziehen. Ein alter Mensch nimmt …

ein evolutionäres Produkt. Das menschliche Gehirn hatte dabei nie die Aufgabe, die Außenwelt vollständig und …

haben mangels Fantasie und Imagination es versäumt, Methoden bezogen auf den natürlichen Wahrnehmungsapparat, allein durch geistige Anstrengung zu entwickeln um …

Insofern war der Funktionswandel der Sinneswahrnehmung bei „Benjamin“ immer auch auf einen gesellschaftlichen Strukturwandel bezogen. „Benjamins“ Fragestellung …

Wandel am überlieferten Bildmaterial empirisch zu ermitteln. Der Sinnesapparat verändert …

e Formen der Anschauungen, Kausalität und andere Kategorien sind a priori bestehende Ordnungsschemata des menschlichen Verstandes …

Ungeachtet des rasenden technischen Fortschritts unserer Zeit spricht der Text Fragen … Die Kunst verändert laufend den Wahrnehmungsapparat des Menschen.

gen in und von Organisationen (im Gegensatz zu Wandel, der ungeplanten Anpassung an … Bis in die heutige Zeit“

Opening Friday from 7 PM
Saturday 15-18 PM
Sunday 15-18 PM

Studio 45
Wendenstrasse 45c,
20097 Hamburg

Exhibition
Gioanna Scarlini, Laura Kahler, Corrina Goutos, Sultan Alawar, Sebastian Kommer
honeymoon 4 one day

Vernissage 08.09.23, 20 Uhr
Open: 09. + 10.09.23 12-16 Uhr

In der Ausstellungsserie „honeymoon talk“ erproben sich Künstler*innen in einer freien und experimentellen Form der nonverbalen Kommunikation. Für die Ausstellung im Studio 45 wird das Konzept auf einen Prozesstag konzentriert – honeymoon 4 one day. Abwechselnd arbeitet eine*r der Akteur*innen in kurzen Abständen im Raum und wird dann abgelöst.

Konzeptuell soll auf zuvor Installiertes reagiert und neue Kommunikationsstränge aufgebaut werden. In dieser Form der Zusammenarbeit wird erwartet, dass die Akteur*innen auf das Vorgefundene eingehen, es weiter bearbeiten oder überarbeiten, ohne auf ihr eigenes Ego oder Hemmschwellen zu achten.

honeymoon talk möchte nicht individuelle Positionen vertiefen, sondern vielmehr ermutigen die eigenen angewandten Arbeitsprozesse zu verlassen, auf andere Stile und Arbeitsmethoden einzugehen und diese aufgeschlossen weiterzuführen. Die Gruppenarbeit lässt sich nicht planen oder prognostizieren oder mit einer eigenen Vision des Endergebnisses produzieren, da nur im Jetzt agiert und reagiert werden kann. Die Künstler*innen erhalten keine Vorgaben zu Materialien, Größen, etc., einzige Festlegung wird sein, dass während des Prozesszeitraumes untereinander nicht über den Prozess geredet oder geschrieben wird. So kann eine Verbindung entstehen, welche sich rein durch das Erschaffen äußert. Das so entstandene Kommunikationskunstwerk ist eine Gruppenarbeit ohne individuelle Kennzeichnung.

Exhibition
Béla Pablo Janssen
Foda-se Zeitgeist

Opening 28.07.2023/ 7pm
29/ 30.07. / 3 – 6pm

“Foda-se” means “damn” and “fuck you” in Portuguese.
“Zeitgeist” eludes his contemplation, although omnipresent.
“Schmetterling” is associated with chaos and at the same time an onomatopoeic German word, which handwritten illustrates the flight of this insect.

„Béla Pablo Janssen (BPJ) appropriates the world through drawing and filming, creates recurring motifs, and disposes over an archive of visual experiences that he rays to his current works. Drawings and paintings, posters, publications, foundobjects or objects, create a tangible idea of ​​an artist’s life. Similar motifs emerge in different contexts, forming a visual link to various scenes establishing a reference to the person of the artist – to the portrait of an artist and the real person.” (Cologne artothek, 2018)

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“Foda-se” bedeutet in Portugiesisch: “verdammt”und “fick dich”.
“Zeitgeist” entzieht sich seiner Betrachtung obwohl omnipräsent.
“Schmetterling” ist mit Chaos assozierbar und gleichzeitig ein lautmalerisches deutsches Wort,
welches handgeschrieben den Flug dieses Insekts illustriert.

„Béla Pablo Janssen (BPJ) eignet sich die Welt im Zeichnen und Filmen an, schafft wiederkehrende Motive und verfügt über ein Archiv von Bilderlebnissen, die er auf seine gegenwärtigen Arbeiten ausstrahlen lässt. Poster, Publikationen, Gefundenes oder Objekte erzeugen mit Zeichnungen und Gemälden eine greifbare Vorstellung von einem Künstlerleben. Gleiche Motive tauchen in verschiedenen Zusammenhängen auf, bilden eine visuelle Klammer zu verschiedenen Szenen, die den Bezug zur Person des Künstlers – zum Portrait eines Künstlers und zur realen Person – herstellt.“ (Kölner artothek, 2018)

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instagram:
@belapablojanssen
www.belapablojanssen.com

Exhibition
Suzanne de Carrasco & Joana Pratschke
Merge.command.weld von Suzanne de Carrasco und Joana Pratschke

21.7.23 – 23.7.23

Merge.command.weld
von Suzanne de Carrasco und Joana Pratschke

Merge.command.weld ist ein Dialog zwischen den fotografischen Arbeiten von Suzanne de Carrasco und den Computer generierten Arbeiten von Joana Pratschke.

Die unterschiedlichen Arbeitsweisen der in Berlin lebenden Künstlerinnen treffen sich in den Thematiken Fakt-Fiktion, Science-Fiction und Naturwissenschaften. Für die Ausstellung kreieren die Künstlerinnen eine Dimension sowie Kreaturen, deren körperlichen und geistigen Grenzen verschwimmen und sich in immer neu formenden Körpern materialisieren.

Aus Imagination wird Wirklichkeit. Aus Wirklichkeit wird Imagination.

21.7.23 – 23.7.23
Fr ab 19h, Sa & So 12-18